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[KAUFBERATER] BMW 6er E63/E64 Zuverlässigkeit als Gebrauchtwagen

[BUYING GUIDE] BMW 6 Series E63/E64 Reliabilty as a used car

BMW 6er (E63 / E64) – Zuverlässigkeits-Leitfaden (2003–2010)

Die BMW 6er E63 (Coupé) und E64 (Cabrio) verbinden luxuriöses Grand-Touring mit starken, charaktervollen Motoren. Unter der Haube finden sich häufig Saugmotor-Reihensechszylinder, V8 und – im M6 – ein hochdrehender V10.

Diese Triebwerke bieten im Allgemeinen eine ausgezeichnete Leistung und Laufruhe, aber jede Architektur bringt vorhersehbare Wartungspunkte und Schwachstellen mit sich. Im Folgenden fasse ich zusammen, was Besitzer und Spezialisten durchgängig berichten und was Sie Motor für Motor überprüfen sollten.

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Schneller Überblick – welche Benzinmotoren angeboten wurden (relevant für die Zuverlässigkeit)

  • 630i – Reihen-6-Zylinder: M54 (frühe Jahre) dann N52 (Modellpflege).

  • 645Ci – V8: N62B44 (4,4 L).

  • 650i – V8: N62B48 (4,8 L; später, verfeinerter V8).

  • M6 – V10: S85 (5,0 L, hochdrehend, von der M GmbH).

Im Folgenden gehe ich auf jeden Motor detailliert ein: Was häufig ausfällt, Symptome, Inspektionshinweise und Wartungshinweise, die darauf schließen lassen, dass das Auto gepflegt wurde.


630i – Reihen-6-Zylinder (M54 dann N52)

Was dieser Motor ist

Der 630i begann sein Leben mit dem M54 Reihensechszylinder und wechselte später zum moderneren N52 Sechszylinder. Beide sind laufruhig und werden für Langstreckenkomfort und allgemeine Haltbarkeit geschätzt, haben aber unterschiedliche Wartungshinweise.

Bekannte Zuverlässigkeitsprobleme

Gemeinsam für M54 und N52

  • Komponenten des Kühlsystems: Kunststoff-Thermostatgehäuse, Kunststoff-Kühlerendkästen und Kunststoff-Wasserpumpenlaufräder werden mit dem Alter spröde. Ausfälle führen zu Kühlmittelverlust und Überhitzungsgefahr.

  • Öllecks: Undichtigkeiten an Ventildeckeldichtung und Ölfiltergehäusedichtung sind mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge häufig. Diese beginnen oft als leichtes Schwitzen und verschlimmern sich.

  • Zündspulen und Zündkerzen: Spulenausfälle verursachen Zündaussetzer, unruhigen Leerlauf und Motorkontrollleuchten. Ersetzen Sie Spulen und Zündkerzen bei Symptomen oder nach einem präventiven Zeitplan.

  • Unterdruck-/Kurbelgehäuseentlüftungssystem (PCV): Ölverbrauch und unruhiger Leerlauf können mit einem defekten PCV/CCV-System zusammenhängen.

M54-spezifisch

  • Der M54 ist eine einfachere, robuste Einheit, die aber mit zunehmendem Alter immer noch anfällig für die oben genannten Kühl- und Leckprobleme ist.

N52-spezifisch

  • Geräusche der Hydrostößel (Kolben) beim Kaltstart – oft als "Tick" oder "Klack" aus dem Ventiltrieb beschrieben. Dies wird häufig mit dem Verhalten der Hydrostößel/Stößelstangen und der Ölzirkulation bei niedrigen Temperaturen in Verbindung gebracht. Viele Besitzer berichten von diesem Geräusch; es ist wartungsfähig (Teile/Einstellungen können es dämpfen) und eher ein bekanntes Symptom als ein unmittelbares katastrophales Zeichen.

  • Valvetronic-/VANOS-Komponenten – der N52 verwendet Valvetronic und Doppel-VANOS; Magnetventile, Aktuatoren und zugehörige Dichtungen können verschleißen und bei Vernachlässigung zu Leistungsunregelmäßigkeiten oder dem Verlust des Drehmoments im unteren Drehzahlbereich führen.

So erkennen Sie Probleme vor dem Kauf

  • Kaltstart-Test: Starten Sie das kalte Auto und achten Sie in den ersten 30–60 Sekunden auf ein anhaltendes metallisches Ticken. Ein kurzes Ticken, das abklingt, ist normal; ein lautes, lang anhaltendes Ticken erfordert eine weitere Diagnose.

  • Kühlmittelinspektion: Überprüfen Sie den Kühlmittelstand und -zustand. Achten Sie auf Verkrustungen oder getrocknetes Kühlmittel um das Thermostatgehäuse und die Kühleranschlüsse. Fragen Sie, ob die Wasserpumpe oder das Thermostat ausgetauscht wurde.

  • Ölleck-Check: Untersuchen Sie den Ventildeckelbereich und das Ölfiltergehäuse auf frisches Öl. Bitten Sie um Fotos oder einen Blick darunter – Ölschlieren am Motor oder an der Unterbodenverkleidung sind verräterisch.

  • Zündaussetzer-Scan: Stellen Sie sicher, dass keine ausstehenden Zündaussetzer-Codes vorhanden sind und dass Spulen/Zündkerzen bei hoher Kilometerleistung gewechselt wurden.

Was Sie in der Servicehistorie sehen möchten

  • Kürzliche Erneuerung des Kühlsystems (Wasserpumpe, Thermostat, Schläuche) innerhalb der letzten 80.000–160.000 km.

  • Ventildeckeldichtung und Ölfiltergehäusearbeiten bereits durchgeführt (muss im Laufe der Zeit oft einmal gemacht werden).

  • Nachweis der VANOS-/Valvetronic-Wartung, wenn das Fahrzeug eine hohe Laufleistung aufweist.


645Ci / 650i — V8 (N62 Familie)

Was dieser Motor ist

Die N62-Familie umfasst den 4,4-Liter (N62B44, verwendet im 645Ci) und später den verbesserten 4,8-Liter (N62B48, verwendet im 650i). Dies sind Aluminium-V8 mit Valvetronic und Doppel-VANOS; sie sind raffiniert und leistungsstark, aber komplexer als die Reihensechszylinder.

Bekannte Zuverlässigkeitsprobleme

  • Öllecks: Ventildeckeldichtungslecks und allgemeines Schwitzen sind bei N62-Motoren mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge häufig. Öl am oberen Motorblock und den Abdeckungen ist sehr typisch.

  • Ventilschaftdichtungen und Ölverbrauch: Besitzer berichten von Verschleiß der Ventilschaftdichtungen; dies kann zu erhöhtem Ölverbrauch und Rauchentwicklung beim Starten oder starker Beschleunigung führen.

  • Valvetronic-/VANOS-Komponenten: Das variable Ventilhubsystem kann defekte Aktuatoren oder Sensoren aufweisen; Symptome sind unruhiger Leerlauf oder Verlust der sanften Reaktion im unteren Drehzahlbereich. Einige frühe Fahrzeuge zeigten Probleme mit den Valvetronic-Zwischenhebeln, die ersetzt werden mussten, um einen ruhigen Leerlauf wiederherzustellen.

  • Kühlsystem: Wie bei den Reihensechszylindern altern Kunststoff-Kühlteile schlecht – Schläuche, Kühlmittelflansch und Wasserpumpe sind Punkte, auf die man achten sollte. Kühlerprobleme und Kühlmittellecks wurden berichtet.

  • Wartungsposten mit hohen Kosten: Da der N62 komplexer ist, können Arbeiten wie der Austausch der Ventildeckeldichtung, Wartungsarbeiten am Ventiltrieb oder Valvetronic-Reparaturen teurer sein als bei kleineren Motoren.

So erkennen Sie Probleme vor dem Kauf

  • Achten Sie auf Öltropfen und -flecken um die Ventildeckel und vorne/hinten am Motor. Starke Ölspuren am Auspuffkrümmer oder an den Seiten des Motorblocks sind ein Zeichen dafür, dass die Dichtungen gewechselt werden müssen.

  • Achten Sie auf Rauch und Ölverbrauch: Beschleunigen Sie bei einer kurzen Probefahrt zügig und achten Sie auf Rauch aus dem Auspuff. Blauer Rauch oder anhaltendes Nachfüllen von Öl deuten auf verschlissene Ventilschaftdichtungen oder Kolbenringe hin.

  • Achten Sie auf unruhigen Leerlauf: Valvetronic- oder VANOS-Fehler äußern sich oft als unregelmäßiger Leerlauf oder Verlust der sanften Reaktion bei niedrigen Drehzahlen. Scannen Sie nach gespeicherten Fehlercodes, die sich auf Valvetronic-Positionssensoren oder VANOS-Magnetventile beziehen.

  • Zustand des Kühlsystems: Fragen Sie, ob Kühler, Wasserpumpe und Thermostat ausgetauscht wurden; prüfen Sie auf Korrosion oder Zerstörung von Kunststoffteilen.

Was Sie in der Servicehistorie sehen möchten

  • Ventildeckeldichtung / Nockenwellengehäuse-Arbeiten dokumentiert.

  • Erneuerung des Kühlsystems (Pumpe, Thermostat, Schläuche) dokumentiert.

  • Eventuelle Valvetronic-/Aktuator-Austausche protokolliert oder bekannte Reparaturen durchgeführt.


M6 – S85 V10 (hochdrehender 5,0 L)

Was dieser Motor ist

Der S85 ist ein maßgeschneiderter, frei saugender V10, der von BMW M entwickelt wurde. Er ist hochdrehend, liefert außergewöhnliche Leistung und Sound und ist mechanisch anspruchsvoll: Einzeldrosselklappen, Trockensumpf (je nach Spezifikation) und eine sehr enge rote Linie. Der S85 ist ein Enthusiasten-Motor – aufregend, aber wartungsintensiv.

Bekannte Zuverlässigkeitsprobleme und Überlegungen

  • Hoher Wartungsaufwand: Der S85 wurde auf Leistung ausgelegt. Routine-Wartungsintervalle und Bauteilqualität müssen streng beachtet werden. Der Motor ist nicht "billig" im Unterhalt.

  • Pleuellager / innerer Verschleiß: Hochbeanspruchte Motoren wie der S85 werden von den Besitzern genau beobachtet. Einige Besitzer und Werkstätten empfehlen die Inspektion/den Austausch von Innenlagern bei größeren Serviceintervallen; die früheren M-Motoren der E-Serie gaben den Ton an, dass interne Verschleißteile bei steigenden Kilometerständen beobachtet werden müssen. (Besitzer behandeln S85-Fahrzeuge häufig als Fahrzeuge mit hohem Serviceaufwand.)

  • Ölsystem und Pumpen: Hochleistungsmotoren sind auf robuste Ölsysteme angewiesen. Jedes Anzeichen von Öldruckschwankungen, niedrigen Öldruckleuchten oder Öllecks sollte sehr ernst genommen werden.

  • Drosselklappenaktoren und -elektronik: Der S85 verwendet komplexe Elektronik und Aktuatorsysteme; Ausfälle können zu Notlaufprogrammen oder unregelmäßigem Verhalten führen.

  • Getriebekompatibilität: Das Getriebe des M6 (egal ob SMG oder späteres Automatikgetriebe) wird durch den V10 mechanisch stark beansprucht; die Getriebeservicehistorie ist hier ebenfalls wichtig.

So erkennen Sie Probleme vor dem Kauf

  • Vollständige Serviceunterlagen sind unerlässlich: S85-Fahrzeuge müssen eine akribische Wartung aufweisen; fehlende wichtige Wartungspunkte sind ein Warnsignal.

  • Öldruck / Leerlaufverhalten: Überprüfen Sie das Öldruckverhalten beim Start und im Leerlauf (sofern verfügbar) und achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche beim Kaltstart und bei hohen Drehzahlen.

  • Historie der Pleuellager-/Motorinspektion: Fragen Sie, ob interne Lagerarbeiten durchgeführt wurden, insbesondere bei sehr hochmotorisierten Fahrzeugen. Dies ist nicht bei allen S85 erforderlich, aber angesichts des Verschleißes von Performance-Motoren ein wichtiger Diskussionspunkt.

  • SMG- / Getriebeprotokolle: Wenn das Auto SMG verwendet, überprüfen Sie die Getriebewartung und die Historie des Kupplungswechsels. SMG-Reparaturen können kostspielig sein.

Was Sie in der Servicehistorie sehen möchten

  • Umfangreiche, datierte Wartungseinträge für Ölwechsel (hochwertiges Öl, korrekte Viskosität), Ventil- und Drosselklappensystemprüfungen und jegliche Arbeiten am Innenmotor.

  • Nachweis der Getriebewartung und Kupplungs-/SMG-Wartung, falls zutreffend.


Motorübergreifende Anmerkungen zum Motorsystem (gilt für alle oben genannten Benzinmotoren)

Kühlsystem – eine universelle Schwachstelle

BMWs dieser Ära verwenden viele Kunststoff-Kühlkomponenten. Im Laufe der Zeit altern diese Teile, reißen oder fallen aus. Häufige Ausfälle sind:

  • Ausfall des Kunststoff-Wasserpumpenlaufrads oder -gehäuses

  • Rissige Thermostatgehäuse

  • Lecks an den Kunststoff-Endkästen des Kühlers

  • Kollabierte Kühlmittelschläuche

Warum es wichtig ist: Ein defektes Kühlmittelbauteil kann schnell zu Überhitzung und katastrophalen Motorschäden führen. Fragen Sie bei der Kaufinspektion, ob das Kühlsystem erneuert wurde. Wenn nicht, planen Sie dies ein.

Öllecks & PCV-Systeme

  • Ventildeckeldichtungen und Ölfiltergehäusedichtungen lecken nach vielen Jahren häufig. Diese sind einfach zu reparieren, aber unordentlich und ein Zeichen des Alters.

  • PCV/CCV-Ausfälle verursachen Ölverbrauch, Rauchentwicklung und unruhigen Leerlauf. Das Ersetzen/Reinigen des PCV-Systems ist eine gängige und effektive Abhilfe.

VANOS / Valvetronic / zugehörige Aktuatoren

  • Variable Nockenwellen- und Ventilhubsysteme verbessern die Leistung, schaffen aber zusätzliche Fehlerquellen: Magnetventile, Aktuatoren, Sensoren und Dichtungen verschleißen. Symptome sind schlechtes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, unruhiger Leerlauf oder Motorkontrollleuchten. Diese Systeme können gewartet oder ersetzt werden, aber die Fahrzeughistorie sollte zeigen, dass diesen Punkten Beachtung geschenkt wurde.

Zündspulen und Einspritzdüsen

  • Zündspulen und Zündkomponenten verschleißen; Zündaussetzer und unrunder Motorlauf sind häufige Symptome. Bei Bedarf ersetzen. Bei Direkteinspritzmotoren (sofern zutreffend) können Einspritzdüsen ein Wartungsartikel sein.


Checkliste vor dem Kauf (motorbezogen)

Wenn Sie einen potenziellen E63/E64 Coupé oder Cabriolet überprüfen, führen Sie diese Prüfungen durch:

  1. Kaltstart anhören – achten Sie auf ungewöhnliches Ticken, Klopfen oder verlängerte Geräusche aus dem Ventiltrieb.

  2. Zustand von Öl und Kühlmittel – Überprüfen Sie die Füllstände, den Geruch (Kraftstoff vs. Ölverunreinigung) und achten Sie auf Wasser-/Ölvermischung.

  3. Rauchtest – Achten Sie beim Beschleunigen und beim Kaltstart auf blauen/grauen Rauch. Blauer Rauch deutet auf Ölverbrennung hin (Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe).

  4. Servicehistorie – Achten Sie auf dokumentierte Austauscharbeiten am Kühlsystem, Arbeiten an Ventildeckel/Filtergehäuse, VANOS/Valvetronic-Service und den Austausch von Zündspulen/Zündkerzen. Bei M6s achten Sie auf eine gründlich dokumentierte Pflege von Motor und Getriebe.

  5. OBD-Scan – Lesen Sie gespeicherte und ausstehende Fehlercodes aus; verlassen Sie sich nicht nur auf die Anzeige im Armaturenbrett.

  6. Kompressions-/Druckverlustprüfung (empfohlen) – besonders bei V8-Motoren und dem V10 mit hoher Laufleistung, um den Zustand der Ring- und Ventildichtungen zu überprüfen.

  7. Zustand der Flüssigkeiten – Öl sollte sauber und nicht verdünnt sein; Automatikgetriebeöl sollte sauber sein (kein Brandgeruch).

  8. Probefahrt – Prüfen Sie die gleichmäßige Leistungsentfaltung über den gesamten Drehzahlbereich, kein Ruckeln, keine Fehlzündungen und stabile Öl-/Kühlmitteltemperaturen.


Prioritäten nach Motortyp

  • 630i (M54 / N52) – gutes Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit und Kosten. Priorisieren Sie die Historie des Kühlsystems und Anzeichen für Aufmerksamkeit am Ventildeckel/Filtergehäuse. Falls Geräusche von den Hydrostößeln vorhanden sind, klären Sie, welche Abhilfemaßnahmen ergriffen wurden (oder planen Sie diese ein).

  • 645Ci / 650i (N62) – komplexer und anfälliger für Ölverbrauch und Probleme im Ventiltrieb. Bevorzugen Sie Fahrzeuge mit dokumentierten Arbeiten am Kühlsystem und am Ventildeckel/Valvetronic.

  • M6 (S85 V10) – ein Motor für Enthusiasten: unglaublicher Charakter, aber wartungsintensiv. Kaufen Sie nur mit vollständiger Servicehistorie und der Bereitschaft, überdurchschnittliche Wartungskosten zu akzeptieren; verlangen Sie detaillierte Aufzeichnungen.


Zuverlässigkeit des Getriebes

Automatik (ZF 6HP)

  • Getriebeöllecks an der Ölwanne und der Mechatronik-Hülse sind häufig.

  • Verzögerte oder harte Schaltvorgänge können auf verschlissene Magnetventile oder verunreinigtes Öl hinweisen.

  • Die Flüssigkeit ist offiziell „Lifetime“, aber Spezialisten empfehlen einen Wechsel alle 60.000 Meilen.

Schaltgetriebe (selten)

  • Im Allgemeinen zuverlässig; Kupplungsverschleiß hängt vom Fahrstil ab.

  • Achten Sie auf Synchronisierer-Mahlgeräusche im 2. und 3. Gang – eine bekannte Schwachstelle.

SMG (M6)

  • Die SMG-Hydraulikpumpe kann mit zunehmendem Alter ausfallen oder schwach werden.

  • Kupplungswechsel sind kostspielig, aber je nach Nutzung alle 60–80.000 Meilen notwendig.


Fahrwerk & Lenkung

  • Buchsen der vorderen Querlenker verschleißen und verursachen Vibrationen beim Bremsen.

  • Hintere Aufhängungslenker können Spiel entwickeln, was zu instabilem Fahrverhalten führt.

  • Elektronische Dämpfer (EDC) können undicht werden oder ausfallen; der Austausch ist teuer.

  • Lenkgetriebe sind langlebig, aber Undichtigkeiten an den Dichtungen können mit dem Alter auftreten.

Prüfen auf:

  • Ungleichmäßigen Reifenverschleiß.

  • Klappern oder Vibrationen über Unebenheiten.

  • Warnleuchten für adaptives Fahrwerk (EDC).


Bremsanlage

  • Bremsscheiben und -beläge verschleißen bei schwereren V8/V10-Modellen schnell.

  • ABS-Sensoren können intermittierende Warnleuchten auslösen.

  • Achten Sie auf ein weiches Pedalgefühl – mögliche Luft in den Leitungen oder alternde Bremsflüssigkeit.


Elektrische und elektronische Systeme

  • iDrive (CIC / CCC): frühe CCC-Einheiten fallen oft aus (Neustarts, leerer Bildschirm). Spätere CIC-Systeme sind stabiler.

  • Batterie- und Lichtmaschinenprobleme lösen „High Battery Drain“-Fehler aus. Das System ist empfindlich gegenüber Spannung.

  • Komfortzugang und Türschlösser versagen manchmal aufgrund schwacher Aktuatoren.

  • Cabrio-Verdeck (E64): Hydrauliklecks oder Mikroschalterfehler können den Betrieb unterbrechen.

  • Pixelfehler im Kombiinstrument (verblasste oder fehlende Anzeigelinien).

  • Parksensoren und Rückfahrkamera können aufgrund von Feuchtigkeitseintritt ausfallen.


Interieur und Karosserie

  • Soft-Touch-Beschichtungen blättern an Knöpfen und Schaltern ab.

  • Sitzwangen verschleißen, besonders auf der Fahrerseite.

  • Verdeckdichtungen können bei mangelnder Pflege Wassereintritt ermöglichen.

  • Kabelbaum im Kofferraum bricht manchmal durch wiederholtes Öffnen/Schließen.

  • Kondensation in den Scheinwerfern aufgrund gealterter Dichtungen.


Typische altersbedingte Probleme

  • Gummibuchsen und -lager verschleißen nach ca. 15 Jahren.

  • Gerissene Unterdruckschläuche verursachen kleine Luftlecks.

  • Klimakompressoren können ausfallen, besonders bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung.

  • Auspuffflansche korrodieren (besonders in feuchten Klimazonen).


Checkliste vor dem Kauf – Zusammenfassung

Bevor Sie einen BMW 6er E63/E64 kaufen, prüfen Sie Folgendes:

  1. Servicehistorie – Kühlsystem, Öllecks, Getriebeöl, VANOS-Arbeiten.

  2. Kaltstartverhalten – Geräusch, Rauch, Leerlaufstabilität.

  3. Getriebeschaltungen – sanft und prompt, keine Verzögerungen oder Ruckeln.

  4. Zustand des Fahrwerks – keine Klopfgeräusche oder Instabilität.

  5. Elektronik – Testen Sie alle iDrive-Funktionen, Klimaanlage, Sensoren, Cabriodach.

  6. Öl und Kühlmittel – Füllstände, Farbe, Anzeichen von Verunreinigungen.

  7. Keine Warnleuchten im Armaturenbrett.

  8. Professionelle Inspektion falls möglich – ein BMW-Spezialist kann eine Diagnose durchführen und einen Kompressionstest machen.


Welche Version wählen

Bestes Gleichgewicht aus Zuverlässigkeit und Kosten:

  • 630i (M54 oder N52) – weniger komplexe Systeme, einfachere Wartung.

Beste Leistung bei vernünftigem Unterhalt:

  • 650i (N62B48) – geschmeidig, leistungsstark, aber Bestätigung der durchgeführten Ventilschaftabdichtungs- und Dichtungsarbeiten einholen.

Nur für Enthusiasten:

  • M6 (S85 V10) – aufregend, aber sehr wartungsintensiv. Nur mit einwandfreier Dokumentation kaufen.


Fazit

Der BMW 6er E63/E64 ist ein lohnender Grand Tourer mit zeitlosem Aussehen und exzellentem Fahrgefühl. Die Benzinmotoren – insbesondere der Reihensechszylinder – sind grundsätzlich solide, erfordern aber vorbeugende Wartung. Die V8-Modelle bieten eine großartige Leistung, leiden aber unter Öllecks und komplexen Ventilsystemen, während der V10 des M6 ein dickes Portemonnaie und fachmännische Pflege verlangt.

Bei ordnungsgemäßer Wartung kann der 6er ein zuverlässiges Luxus-Coupé oder Cabrio sein. Vernachlässigte Exemplare werden jedoch schnell teuer in der Restaurierung. Priorisieren Sie vollständige Wartungsnachweise, einen guten Zustand des Kühlsystems und einen sauberen mechanischen Betrieb – und Sie werden einen der elegantesten modernen GTs von BMW genießen.